BIBEL MUSEUM BAYERN

vielfältig modern lebensnah

Willkommen im Bibel Museum Bayern

Unsere Webseite ist noch neu, wird aber stetig angepasst und verbessert.

Sie können sich hier über das Museum und unserem Team informieren, die Ausstellung stellen wir in ganz kurzen Worten unter "Einblicke" vor und wenn Sie noch mehr von uns Erfahrung möchten, melden Sie sich gerne bei unserem Newsletter an.

Wir freuen uns sehr, Sie bald im BIBEL MUSEUM BAYERN begrüßen zu dürfen!

Aufgrund von technischen Problemen bei der Installation der Vitrinen, verzögert sich die Eröffnung des BIBEL MUSEUM BAYERN bis auf Weiteres. Näheres dazu unter Aktuelles (05.03.2021).


Aktuelles

 

Mit Mimik und Gesten sprechen

Darstellung einiger Gesten der Gebärdensprache

04.06.2021
Mit Hilfe der Gehörlosengemeinde ist die Spur für Gebärdende für unseren Mediaguide entstanden. Die Gebärdensprache ist als eigenständige Sprache in Deutschland seit 2002 anerkannt. Weltweit gibt es fast 140 verschiedenen Gebärdensprachen. Dialekte sind hier nicht mit eingerechnet. Während sich einzelne Gesten, wie z.B. „Wurst oder Sonntag“ im Norden und Süden Deutschlands unterschieden, ist die Grammatik gleich. Wenn in der Lautsprache „Wie heißt du?“ gefragt wird, wird „Dein Name was“ gebärdet. Das macht das Übersetzen nicht einfach. Das trifft auch auf die biblischen Texte zu. Für unseren Mediaguide sind verschiedene Bibeltexte übersetzt worden, für die zur Vorarbeit eine theologische Diskussion für die richtigen Gesten geführt wurde.
Nun ist die Gehörlosengemeinde unsere Nachbarin und hat uns einen Einblick in ihre Sprache gegeben. Besonders faszinierend ist das fehlende „Sie“. Wie im Englischen das „you“ gibt es nur das „Du“ als Ansprache. Ob das einer der Gründe ist, dass wir die Zusammenarbeit am Mediaguide so sehr genossen haben?

Wir freuen uns sehr an dem netten und aufgeschlossenen Kontakt.

„Mamma Mia mein Kreuz!“  Einblicke in unseren Depot-Alltag

Mitarbeiterin fotografiert Bibel aus der Sammlung

28.05.2021
Auch im Keller unseres Bibelmuseums wird kräftig gewerkelt! Das Depot ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, aber es ist sicher interessant für Sie zu erfahren, wie dort gearbeitet wird.
„Hunderte“ Kisten mit alten, wertvollen Bibeln, unterschiedliche Arten religiöser Bücher, Leihgaben und Spielen und anderen musealen Objekte werden seit letzten November ins Depot gebracht, in die Regale eingeräumt, digital erfasst, katalogisiert, recherchiert und archiviert.
Nach dieser Erfassungsphase folgt das Fotografieren für die digitalisierte Datenbank: jedes Objekt wird aus mehreren Perspektiven abgelichtet, bei den Bücher kommt zuerst das Frontispiz auf den speziellen Fototisch unter den zwei summenden Lampen. Dann werden immer die Rückseite und die letzte Seite fotografiert und hochkant gestellt wir der Buchrücken erfasst. Einige Seiten, mit besonderen künstlerischen oder historischen Besonderheiten, werden zum Schluss einzeln aufgenommen.
Immer muss eine Echtfarbmusterkarte und ein Meterstab mit auf dem Bild sein. Ebenso die Zettel, die für die Archivsignaturen verwendet sollten auf den Fotos immer gut sichtbar sein. Diese sind aus einem speziellen, säurearmen Papier und jedes Objekt wird sehr vorsichtig nur mit speziellen weißen Baumwollhandschuhe angefasst.

Ab und zu wird im Depot sogar eine gewisse „körperliche Akrobatik“ gefragt: um die voluminösen Bibeln am besten vor das Objektiv zu bekommen, klettert unsere Mitarbeiterin gerne auf den Stuhl, beugt sich nach vorne und nach unten, und stöhnt manchmal dann, ein wenig steif aber zufrieden, am Ende ihres Arbeitstages im Depot: „Aber Mamma Mia mein Kreuz!“.

Pfingsten und das jüdische Wochenfest Schawuot

aufgeschlagene Minibibel mit dem Druck von der Pfingstpredigt des Petri

22.05.2021
Das Wort „Pfingsten“ stammt vom Griechischen pentēkostē hēméra, der 50. Tag. Gemeint ist der 50. Tag nach der Auferstehung Jesu, die sich während des jüdischen Pessachfestes ereignet hat. Das nächste große jüdische Fest nach Pessach ist „Schawuot“. Der Name bedeutet wörtlich: „die Wochen“. Gemeint sind 7 Wochen mit jeweils 7 Tagen und einem zusätzlichen Tag. Schawuot findet also am 50. Tag nach Pessach statt. Das bedeutet: Ostern und Pfingsten ereignen sich zeitgleich mit jüdischen Festen.
In der Zeit Jesu gehören Pessach und Schawuot zusammen mit dem Laubhüttenfest Sukkot zu den drei Wallfahrtsfesten. Nach dem 5. Buch Mose / Deuteronomium 16,16 ist es eigentlich eine religiöse Pflicht für alle erwachsenen jüdischen Männer, jedes Jahr an jedem der Feste zum Tempel nach Jerusalem zu ziehen. Doch Für viele ist der Weg zu weit. Dennoch strömen an den Festen zahlreiche Pilger aus aller Welt zum Tempel.
Die Apostelgeschichte erzählt, dass sich die kleine christliche Gemeinde während des Schawuot-Festes an einem Ort versammelt hat, als der Heilige Geist auf sie herabkommt. Vom Geist inspiriert, wenden sich die Jünger*innen predigend an die Pilger. Diese kommen aus aller Welt und haben unterschiedliche Muttersprachen. Doch verstehen sie die Predigt. Denn der Heilige Geist befreit den Jünger*innen die Zungen, sodass sie in allen Sprachen sprechen können.

Warum blühen Veilchen im Lorenzer Pfarrhof?

lila Veilchen aus dem Garten des Lorenzer Pfarrhofs

30.04.2021
„Sei wie das Veilchen im Moose, sittsam bescheiden und rein, und nicht wie die stolze Rose, die immer bewundert werden will sein.“. Dieser Spruch, bekannt aus Poesiealben, weist dem Veilchen eindeutige Merkmale zu.

Veilchen sind auf mittelalterlichen Tafelbildern –auch in der Lorenzkirche- zu sehen. Sie stehen für die Demut und die Bescheidenheit der ihr zugeordneten Person.
Im Hohelied 2,1 (Lut17) steht: „Ich bin eine Blume im Scharon, eine Rose im Tal.“ Und diese Blume wird oft als Veilchen dargestellt.
Wie kommt es, dass Veilchen und Bescheidenheit zusammengedacht werden?
In den Beeten des Lorenzer Pfarrhofes ist es zu entdecken:
Das Veilchen duftet nur schwach, aber es breitet sich unermüdlich aus und ist dabei anspruchslos.
Doch noch mal zum Spruch: Die Konkurrenz zur Rose kennt die Bibel nicht. In der BasisBibel wird aus der Rose eine Lilie.
In der Guten Nachricht ist die Blume eine Frühlingsblume und hier sind wir wieder bei unserem Veilchen.
In dem Vers geht es um die Verschiedenheit der zwei Pflanzen und ihrer Blüten. Genau das Nutzen die Maler:innen im Mittelalter.
Die Pflanzen verdeutlichten die nicht darstellbaren Eigenschaften der Person.

Ostern – das Fest der Auferstehung Jesu Christi

„Darstellung der Kreuzigung Jesu in der Gumbertusbibel nach dem Johannesevangelium“© Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg, MS 1, Bl.768 l

26.03.2021
Das Bild zeigt den Kreuzestod Jesu gemäß der Darstellung des Johannesevangeliums. Ein Soldat stößt dem Verstorbenen eine Lanze in den Leib. Blut und Wasser treten aus der Wunde aus. Der andere Soldat deutet auf Jesus. Er ist Zeuge für dessen Tod in Erfüllung der Schrift. Maria und der Jünger Johannes stehen am Rand der Szene. Voll Trauer wenden sie den Kopf ab.

Doch auf den Tod folgt die Auferstehung, auf Karfreitag der Ostersonntag. Die Evangelien berichten nicht über das Geschehen der Auferstehung selbst. Sie bleibt ein Geheimnis des Glaubens. Die Evangelien berichten stattdessen über das leere Grab und über Begegnungen mit dem Auferstandenen.
Nach Matthäus, Markus und Lukas wird das leere Grab von Frauen entdeckt, die den Leichnam Jesu salben möchten, darunter Maria Magdalena. Johannes berichtet, dass Simon Petrus mit einem anderen Jünger zum leeren Grab kommt. Mit dabei ist auch hier Maria Magdalena. Immer gehört sie zu denen, die mit der frohen Botschaft der Auferstehung Jesu zunächst zu den anderen Jüngern, aber letztlich auch zu allen Menschen gesandt werden.
Deshalb kann uns der Apostel Paulus hoffnungsfroh verkünden (1 Thess 4,14): „… wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die da entschlafen sind, durch Jesus mit ihm führen.“

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren!

Unsere Mitarbeiterin ist im Museumsshop bereits am einräumen der Regale

26.03.2021
Wir eröffnen demnächst unseren Museumsshop und unser Team ist fleißig am Produkte designen, aussuchen, bestellen und einräumen.

Die Entwicklungen können Sie schon durch die Schaufenster am Lorenzer Platz 10 erkennen. Wir sind neben dem „Lola“– dem Lorenzer Laden zu finden.
Wir verkaufen, wie schon im alten Bibel-Buch-Laden, eine breite Auswahl rund um die Bibel, aber auch ganz neue Produkte, die zu unserem Museum passen. Weiterhin können Sie über uns Bücher jeglicher Art bestellen. Schreiben Sie einfach eine Mail an shop@bibelmuseum.bayern oder rufen Sie an unter: 0911-477789-417.

Was alles unsere Produktpalette umfasst, stellen wir Ihnen auf unseren Social-Media-Kanälen in den folgenden Wochen genauer vor.

Sicherheit geht vor!

05.03.2021
Im BIBEL MUSEUM BAYERN verzögert sich die Einbringung der Exponate

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich die Arbeit an der Ausstellung und damit auch die Eröffnung des Bibelmuseums wiederholt verzögert.

Bei der Installation der Vitrinen hat sich herausgestellt, dass ihre Spezifikation nicht dem Bedarf der Ausstellungsobjekte entspricht. Das Bibelmuseum fühlt sich dem Schutz und der Erhaltung der hochwertigen Objekte verpflichtet, die ihm zum Teil als Leihgaben überlassen worden sind. Um dies zu gewährleisten, können die Exponate vorerst nicht eingebracht werden. „Die technischen Probleme der Vitrinen sind identifiziert und an der Umsetzung der Lösungsvorschläge wird bereits intensiv gearbeitet“, sagt Claudia Harders, die Direktorin des Museums.
Deshalb verzögert sich die Eröffnung des BIBEL MUSEUM BAYERN bis auf Weiteres.

Der Museumsshop am Lorenzer Platz 10 wird aber bald seine Tore öffnen können, sofern dies angesichts der Corona-Situation möglich ist. Er bietet einzigartige Geschenkartikel, Fachliteratur und ein umfangreiches Angebot an Bibeln für Kinder und Erwachsene.
Auch digitale Vermittlungsangebote sind in der Planung.

Wir sind in den sozialen Netzwerken

Hinweisbild zum Start des Social Media Acoounts mit dem #bibelmubayern

19.02.2021
Das Bibelmuseum hat nun offiziell am letzten Freitag seine Social-Media-Kanäle gestartet.
Ab sofort können Sie uns auf TwitterInstagram und Facebook folgen. Wir posten regelmäßig Informationen über das Museum, unsere Arbeit, Themen rund um die Bibel und vieles mehr. Dabei werden wir zweimal im Monat einen Bereich des Museums vorstellen, Bezüge zu aktuellen Geschehnissen im kirchlichen Kalender nehmen und viele witzige sowie interessante Berichte zu unserer Arbeit abseits des „normalen“ Museumsbetriebs posten.
Unter dem Hashtag #bibelmubayern kann jeder mit unserem Museum in Kontakt treten.
Wir freuen uns auf Ihren virtuellen Besuch und den regen Austausch mit Ihnen. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, die Social-Media-Kanäle des Bibel Museum Bayern zu liken und zu abonnieren!

Gumbertusbibel – ein Prachtwerk aus dem Mittelalter


©BR/Marion Christgau

Die Aktivstation zur Gumbertusbibel im Museum

19.02.2021
Bis zur Erfindung des Buchdrucks waren Bibeln wertvolle Einzelstücke. Der Text wurde immer wieder von Hand abgeschrieben und meist kunstvoll mit Illustrationen versehen. Im 11. Jahrhundert entstanden zunächst in Italien, dann, im 12. Jahrhundert auch nördlich der Alpen prunkvoll ausgestattete Riesenbibeln. Sie wurden zum Gebrauch in Klöstern und Stiften angefertigt, waren aber dem einfachen Gläubigen nicht zugänglich.
Eine der wohl schönsten und damit auch kostbarsten Bibeln ist die Gumbertusbibel, die sich heute in der in der Universitätsbibliothek der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg befindet und dort digitalisiert wurde. Mit Maßen von 67 x 46 cm und einem Gewicht von 40 kg ist sie nicht nur zu groß und zu schwer, um im Original im Bibelmuseum gezeigt werden zu können, auch konservatorische Gründe verbieten es.
Moderne Technik erlaubt es bei uns in der Aktivstation zur Gumbertusbibel im Digitalisat zu blättern. Außerdem sind Informationen zu den Illustrationen und besonderen Textstellen zu finden.

Dieses ausgesprochen kostspielige Projekt, für das noch immer UnterstützerInnen gesucht werden, erregte schon vor der Eröffnung des Museums große Aufmerksamkeit und so wurde es in einem Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk vorgestellt.

Umfangreiche Corona-Hilfen vom Bund genehmigt

Der Flyer mit den abgedruckten Hygienemaßnahmen: Es gilt Maskenpflicht; 1,5 m Abstand und eine feste Besucheranzahl; Es gibt Desinfektionsspender; Das Museum wird mit 100% Frischluft versorgt; Die Oberflächen werden regelmäßig desinfiziert; Die Mediaguides werden gereinigt

29.01.2020
Die Corona-Krise hat die Kulturlandschaft fest im Griff und auch nach dem harten Lockdown werden die Museen nur unter strengen Auflagen öffnen können.
Um den Besuchern einen möglichst sicheren Aufenthalt in unseren Räumen zu ermöglichen, haben wir umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen geplant. Da die Umsetzung dieser Maßnahmen eine zusätzliche, finanzielle Belastung für uns bedeutet, haben wir uns beim Rettungsprogramm des Bundes NEUSTART-KULTUR beworben.
Nun können wir mit großer Freude und Dankbarkeit verkünden, dass diese Mittel vollständig vom Bund genehmigt wurden. Wir werden nun mit viel Energie an der Umsetzung der Corona-Maßnahmen arbeiten.
Unseren Corona-Maßnahmen-Flyer können Sie sich hier schon vorab herunterladen.

Zwei Herzen schlagen in uns!

Die in den Mutterschutz verabschiedete Mitarbeiterin Tonie Bassing wischt sich auf ihrer Abschiedfeier Tränen der Rührung weg.

29.01.2021
Seit mehreren Monaten schlagen in unserer Kollegin zwei Herzen!
Wir freuen uns: Das erste Bibel Museum Bayern-Baby kommt demnächst auf die Welt!

Doch jetzt heißt es Abschied nehmen, und hier schlagen auch in uns zwei Herzen: Einerseits freuen wir uns alle über das kleine Wunder, andererseits sind wir sehr traurig, auf die Mitarbeit von Frau Bassing-Kontopidis verzichten zu müssen.Uns wird ihr fröhliches Wesen fehlen – klar auch der leckere Pastizio (griechische Lasagne) – aber vor allem ihr großes Talent zu organisieren, zu kuratieren und zu unterstützen.

Frau Bassing unterstützte unser Team seit 2017. Zuerst vor allem als Assistentin der Geschäftsführung. Jedoch erweiterte sich ihr Aufgabengebiet parallel zu den Dimensionen unseres Projekts. So übernahm sie die Koordination mit der Bauleitung des Lorenzer Pfarrhofes und brachte ihre Kompetenz als Archäologin mit ein, sowohl im Bereich „1500 Jahre Bibel in Bayern“ als auch im Ausstellungsbereich, der die archäologischen Objekte präsentiert, die im Pfarrhof gefunden wurden.

Weihnachtlicher Rückblick und ein Ausblick auf das Jahr 2021

Ein Foto einer unserer Bibeln mit der Krippenszene in Farbe.

15.12.2020
Wir blicken auf das zurückliegende Jahr mit gemischten Gefühlen zurück. Einerseits mussten wir unsere Eröffnung aufgrund von Corona verschieben, andererseits haben wir auch viel erreicht.
Aus Plänen auf Papier wurden begehbare Ausstellungsräume, aus Wünschen wurden reale Objekte und aus kreativen Ideen wurden feste Führungskonzepte erarbeitet.
So sind wir trotz der widrigen Umstände stolz auf unser Team und seine Leistungen und können von ganzem Herzen ein Dankeschön an alle Beteiligten ausrichten, die dabei mitgewirkt haben.
Wir freuen uns im nächsten Jahr auf die anstehende Eröffnung, bei der wir den Besuchern die Früchte unserer Arbeit präsentieren werden.
Da wir es aber in diesem Jahr nicht persönlich tun können, wünschen wir Ihnen auf diesem Wege eine besinnliche Weihnachtszeit, einen guten Rutsch ins neue Jahr und bleiben Sie gesund! Wir freuen uns auf Ihren Besuch 2021.

„Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben!"

Innenhof im dunkeln im Winter

­04.12.2020
„Schweren Herzens haben wir uns dazu entschieden, die für den 8. Dezember 2020 geplante Eröffnung des BIBEL MUSEUM BAYERN abzusagen“, sagt Claudia Harders, die Direktorin des neuen Bibelmuseums am Lorenzer Platz 10.

Dabei steht alles auf Start im BIBEL MUSEUM BAYERN. Auf den Betrieb während der Corona-Zeit hatte sich das Museumteam mit einem Hygienekonzept gut vorbereitet.
Da im verlängerten Teil-Lockdown Museen aber weiterhin geschlossen bleiben müssen, sieht sich das Bibelmuseum gezwungen, die Eröffnung zu verschieben.
„Wir hatten uns wirklich sehr drauf gefreut, im Dezember endlich die ersten Besucher im Museum begrüßen zu dürfen und die Früchte unser jahrelangen Arbeit präsentieren zu können“, sagt Claudia Harders weiter. Doch was sei eine Eröffnung ohne Besucher?
Der neue Eröffnungstermin wird daher bekanntgegeben, sobald die staatlichen Bestimmungen den Besuch von Museen wieder erlauben.
Insgesamt ist das Museumsteam trotzdem sehr positiv eingestellt, denn ein großes Interesse am Bibelmuseum ist bereits spürbar: Viele Menschen kommen Tag für Tag neugierig in den Lorenzer Pfarrhof, in der Hoffnung einen Blick in das Museum werfen zu können. Im neuen Jahr wird das dann endlich möglich sein.

Mundart im Bibelmuseum

Tonaufnahmen für unsere Hörstation zu den bayerischen Dialekten. Eine Sprecherin liest ihren Text vor einem Mikrofon.

16.10.2020
Zwei Tage dauerten die Aufnahmen für die Station „Die Bibel im Dialekt“. Dabei handelt es sich um eine Aktivstation, die nun im Bibelmuseum entsteht, an der man sich die Weihnachtsgeschichte in sieben verschiedenen bayerischen Dialekten anhören kann.
Im September standen die dafür nötigen Aufnahmen an. Alle sieben Sprecher*innen überzeugten mit dem höchst professionellen Einsprechen ihrer Texte. Knapp die Hälfte der Sprecher*innen sind aktiv im Arbeitskreis Mundart in der Kirche – also echte Dialektfans.
Die eigentlich geplanten Hörknochen werden coronabedingt in ein Open-Sound-System umgewandelt.

Aus Platzproblemen das beste machen!

Die alte Druckerpresse des Museums wird an ihrem neuen Standort von einem Mitarbeiter aufgebaut und ausprobiert.

16.10.2020
Warum braucht das neue BIBEL MUSEUM BAYERN eine neue Druckerpresse, wenn es doch eine „alte“ Druckerpresse bereits gibt? Leider war es nicht möglich, die große alte Presse für den mobilen Einsatz im zukünftigen Museum umzubauen.
Daher war es notwendig eine neue, kleinere und mobilere Druckerpresse anzuschaffen. Das Bibelzentrum, der Träger des Bibelmuseums, ist sehr froh, in der österreichischen Bibelgesellschaft eine Abnehmerin gefunden zu haben, die der Presse eine gute neue Heimat und eine sinnvolle Aufgabe gibt.

Minecraft Babelbau Wettbewerb schafft es in die Endrunde!

Eine Aufnahme des Minecraft-Servers. Hier werden Bilder des Turmbau zu Babel präsentiert.

14.10.2020
Das Minecraft-Babel-Projekt hat es beim Wettbewerb 'Die besten Digital-Projekte der Museen' (DigAMus-Award) auf die Short-List geschafft!
Der Wettbewerb vergibt außerdem einen Publikumspreis, für den Sie unter für das Projekt „Bibelmuseum Münster – Minecraft Babel“ abstimmen können. Jede Stimme zählt! Bis zum 22.10. kann das Publikum noch abstimmen und somit das gemeinsame Projekt der von Cansteinschen Bibelanstalt Berlin, des Bibelmuseums Münster und der von Cansteinschen Bibelanstalt in Westfalen (Werkstatt Bibel) unterstützen.

 Der Wettbewerb, der sich hier bewirbt, ist ein Kreativwettbewerb für Jugendliche. Diese können im Spiel Minecraft ihre Version des Turmbaus zu Babel nachstellen. Gebaut wird auf dem Minecraftserver canstein-berlin.de! Gewinnen kann man bis zu 200 Euro Preisgeld. Näheres unter www.babel-minecraft.de. Bewerbungen können bis 25.11. geschickt werden an babel[at]canstein-berlin.de.

Das Projekt bringt nicht nur Jugendliche, sondern auch Bibelmuseen zusammen: Im nächsten Jahr werden die Ergebnisse dann per VR-Brille bei uns im Museum zu sehen sein.

Babelbau Wettbewerb in Minecraft

Bau Wettbewerb Turmbau zu Babel worin man 200 Euro gewinnen kann

24.09.2020
Seit Jahrtausenden fasziniert die Geschichte von den Menschen in Babel, ihrem Turm und Gott. Wie sieht die Geschichte für dich aus?
Baue deine Version der Geschichte in Minecraft!

Gebaut wird auf dem Minecraftserver canstein-berlin.de! Gewinnen kann man bis zu 200 Euro Preisgeld. Näheres unter www.babel-minecraft.de

Bewerbungen können bis 25.11. geschickt werden an babel[at]canstein-berlin.de

Der Wettbewerb wird durchgeführt vom Bibelmuseum Münster (Arbeitsgemeinschaft Deutsche Bibelmuseen), der von Cansteinschen Bibelanstalt in Westfalen und der von Cansteinschen Bibelanstalt in Berlin. Das BIBEL MUSEUM BAYERN ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Bibelmuseen.

Der Wettbewerb begleitet eine Sonderausstellung im Bibelmuseum Münster.

 

Sonderausstellung: Luther, Spengler und die Reformation in Nürnberg

Lazarus Spengler in schwarz-weiß dargestellt.© Nationalmuseum Schweden

18.09.2020
Mit der Eröffnung der Dauerausstellung eröffnen wir gleichzeitig unsere erste Sonderausstellung. Sie dreht sich um Luther, Nürnberg und um Lazarus Spengler, der bisher in der Ausstellungslandschaft nur wenig Aufmerksamkeit erhalten hat.

Nürnberg ist um 1500 eine europäische Metropole. Die zentrale Lage im Heiligen Römischen Reich am Kreuzungspunkt wichtiger Fernhandelsstraßen begünstigt Handwerk und Handel. Die Stadt ist ein führendes Nachrichten- und Kommunikationszentrum und eine Hochburg des deutschen Humanismus. Im kunstsinnigen, gebildeten und selbstbewussten Bürgertum entsteht wachsende Kritik an der Lehre und den Verhältnissen innerhalb der Kirche.

Der Nürnberger Lazarus Spengler entstammt einer Schreiberfamilie. Er studiert in Leipzig und tritt 1495 in den Dienst der Stadt ein. Ab 1507 ist er vorderster Ratsschreiber. Auf Grund der Bedeutung Nürnbergs ist dies eine politisch und diplomatisch äußerst einflussreiche Position. Früh gehört er zu den Anhängern Martin Luthers. Er begegnet dem Reformator auf dessen Weg zum Reichstag in Augsburg, wo er sich wegen seiner Lehre verantworten soll. Spengler riskiert seine eigene Sicherheit und verfasst zu Luthers Verteidigung die „Schutzrede“, die erste Reformationsflugschrift eines Laien überhaupt.

In den 1520er Jahren nutzt Spengler seinen politischen und diplomatischen Einfluss, um die lutherische Lehre in Nürnberg und darüber hinaus durchzusetzen. Er wirkt an der „Brandenburgisch-Nürnbergischen Kirchenordnung“ mit und formuliert ein eigenes Glaubensbekenntnis, das möglicherweise erste der Reformationszeit.

Luther ist sich der Bedeutung Spenglers sehr wohl bewusst. Er vergleicht dessen Wirken mit dem der Propheten der hebräischen Bibel. Und er äußert, Spengler allein habe das Evangelium in Nürnberg eingeführt und dafür gesorgt, dass es in der Stadt Bestand habe.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht dieser außergewöhnliche Vertreter der Nürnberger Laienreformation. Handschriften Spenglers und Luthers sowie frühe reformatorische Druckwerke belegen den Einfluss des Stadtschreibers auf die Entwicklung der Reformation in Nürnberg. Daneben zeigt die Ausstellung, wie Lucas Cranach d. Ä. die Drucke Albrecht Dürers zur Offenbarung des Johannes modifiziert und in den ersten Ausgaben der Lutherbibel als Karikatur in der Auseinandersetzung mit dem Papsttum einsetzt. Und sie präsentiert außergewöhnliche Nürnberger Frauen, die im Für und Wider der Reformationszeit Position für ihren Glauben bezogen haben.

Neugierig? Dann kommen Sie vorbei:

 

 

Schließung des Bibel-Buch-Ladens

20.07.2019
Am 17. Juli haben wir unseren geliebten Bibel-Buch-Laden geschlossen. Der Eröffnungstermin des Museums rückt näher und somit die Planung des neuen Museumshops. Dieser wird nächstes Jahr mit dem Museum eröffnet. In einer modernen Umgebung werden Sie dort in Büchern stöbern, mit Ihren Kindern nach spannenden Spielen schauen und sich von unseren Merchandise-Produkten begeistern lassen können. Mit vollem Einsatz bereiten wir alles für einen gelungenen Shop vor. Seien Sie gespannt!

 

Lorenzer Pfarrhof

24.06.2019
Ab nächstem Jahr finden Sie uns am Lorenzer Platz 10. Das Museum ist eingebettet in den Lorenzer Pfarrhof.  Auf 2 Etagen wird hier die Bibel genauer unter die Lupe genommen.
Unser Museumshop lädt ab Oktober2021 zum Erkunden und Lesen ein.

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